Die Replikationsstrecken

Das Projekt BrennerLEC after-LIFE" sieht unter anderem die Anwendung von dynamischen Tempolimits vor, die von verkehrs- und umweltrelevanten Kriterien aktiviert sind, und zwar auf dem gesamten alpinen Abschnitt der A22, d.h. vom Brenner bis zur Kreuzung mit der Autobahn A4.

Die wichtigste Maßnahme betrifft die Einführung der dynamische Tempolimits aus verkehrstechnischen Gründen, die auf dem gesamten Abschnitt sowohl in Richtung Süden als auch in Richtung Norden gilt, wobei der Schwerpunkt zunächst auf dem Abschnitt Sterzing–Ala liegt. Die Umsetzung dieser Maßnahme dient der schrittweisen Integration der Pannenstreifenfreigabe, sobald diese technisch bereit für die Erprobung ist.

Die zweite Maßnahme betrifft das integrierte dynamische Verkehrsmanagement zwischen Autobahn und Stadt. Die Aktivierung der Maßnahmen wird mithilfe eines komplexen Diagnose- und Prognosemodells dynamisch festgelegt, das in der Lage ist, aktuelle und prognostizierte Verkehrs- und Luftqualitätsbedingungen zu bewerten. Eine erste Version dieses Modells wurde im Rahmen des BrennerLEC-Projekts entwickelt und soll im Rahmen des BrennerLEC-After-LIFE-Projekts kontinuierlich weiterentwickelt und verbessert werden.

Das ursprüngliche „After-LIFE"-Projekt sah auch die Maßnahme zur dynamischen Tempolimits aus Umweltgründen vor, die auf die „städtischen" Abschnitte der Autobahn A22 in der Nähe der Städte Brixen, Bozen, Trient und Rovereto sowie auf den im Rahmen des BrennerLEC-Projekts eingeführten und zum Schutz der Stadt Neumarkt beibehaltenen Abschnitt im Unterland beschränkt war. Die in den letzten Jahren zu beobachtende rasche Erneuerung des Fahrzeugbestands, insbesondere im Hinblick auf ältere Generationen von Dieselfahrzeugen, hat diese Art von Maßnahme aus ökologischer Sicht im Wesentlichen unwirksam gemacht; sie wird daher nicht weiterentwickelt oder umgesetzt.