Erste Testphase

In den Monaten Februar, März und April haben die ersten experimentellen Tests stattgefunden, die im Rahmen des Projekts BrennerLEC vorgesehen sind. Diese Tests wurden überwiegend mit der Absicht organisiert, den korrekten Betrieb der auf den Testabschnitten installierten Geräte zu überprüfen, und zwar sowohl, was die Ausschilderung für die Nutzer der Autobahn angeht, als auch hinsichtlich der Systeme zur automatischen Überwachung des Verkehrs und der Umweltbelastung.

Der erste Test betrifft den Abschnitt Trento Sud – Rovereto Sud auf der Fahrbahn Richtung Süden und wurde an einigen Tagen mit hohem Verkehrsaufkommen und dem Ziel durchgeführt, die Durchfahrt der Fahrzeuge entlang dieses Autobahnabschnitts flüssiger zu gestalten. Während dieser ersten Tests wurde die Höchstgeschwindigkeit für Leichtfahrzeuge von 130 km/h auf 110 km/h herabgesetzt, bevor sich Kolonnen bilden konnten. Es sollte festgestellt werden, ob diese Art von Vorkehrung geeignet ist, die Verkehrsbedingungen stabiler zu gestalten und den Umfang und die Dauer des Phänomens der Kolonnenbildung zu reduzieren.

Ähnliche Testaktivitäten werden mit höherer Frequenz während des Sommers wiederholt werden, vor allem an den Wochenenden, an denen die durch Touristen verursachten Transitströme am stärksten sind. An Tagen mit starkem Reiseverkehr wird eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 90 km/h getestet und in einigen begrenzten Fällen wird auch vorübergehend die Notspur als zusätzliche Fahrbahn verwendet werden. Diese Tests werden das ganze Jahr 2017 über weitergeführt werden, mit einer zusätzlichen Verstärkung in der Weihnachtszeit und während der ersten Monate des Jahres 2018. Die auf diese Weise erhaltenen Ergebnisse werden zur Kalibrierung der zweiten Testphase verwendet werden, die in etwa im März 2018 beginnen wird.

Die zweite Versuchsreihe betrifft einen Abschnitt von ca. 12 km Länge zwischen den Mautstationen von Auer/Neumarkt und St. Michael, auf beiden Fahrbahnen. Mit den ersten Tests sollte die Reduzierung der Geschwindigkeit zuerst auf 110 km/h und dann 100 km/h erprobt werden. Im Gegensatz zur Versuchsreihe im Trentiner Abschnitt hängt die Herabsetzung der Geschwindigkeitshöchstgrenze in diesem Fall nicht mit den Verkehrsbedingungen zusammen, sondern dient der Überprüfung der Luftqualität in der Nähe der Autobahn.

In diesem Abschnitt wird von Mai 2017 bis April 2018 eine dynamische Alternierung der Geschwindigkeitsgrenze von 100 km/h mit der jetzt geltenden Grenze von 130 km/h eingeführt, und zwar nach einem vorher festgelegten Zeitplan, der jedoch während der Durchführung in Abhängigkeit von den erzielten Ergebnissen aktualisiert wird. Ziel ist es, während eines ganzen Kalenderjahres Daten für eine statistisch ausreichende Zahl von Stunden zu sammeln. Auf diese Weise sollen erste objektive und quantitative Erkenntnisse über mögliche Umweltvorteile, die sich mit dieser Art von Maßnahme erzielen lassen, in den verschiedenen Jahresabschnitten gewonnen werden. Die Dauer jeder Testphase kann variabel sein und in etwa zwischen acht und vierundzwanzig aufeinander folgende Stunden dauern. Die in dieser ersten Phase erlangten Resultate werden dazu dienen, die experimentellen Aktivitäten in den folgenden Phasen bestmöglich zu organisieren und insbesondere, um zu verstehen, wie die Aktivierung dieser Art von Maßnahme in Abhängigkeit von den aktuellen und vorhergesehenen Bedingungen der Luftqualität zu organisieren wäre.